vorträge 2012 - aufstellung

 

Mittwoch, 13. Juni

17:00 Uhr / Joakim Eskildsen (Dänemark)
19:30 Uhr / Melissa Farlow (USA)

Donnerstag, 14. Juni

17:00 Uhr / Munem Wasif (Bangladesh)
19:30 Uhr / Stuart Franklin (UK)

Freitag, 15. Juni

17:00 Uhr / Rena Effendi (Aserbaidschan)
19:30 Uhr/ Darcy Padilla (USA)

Samstag, 16. Juni

12:00 Uhr / Anja Niedringhaus (Deutschland)
18:00 Uhr / Craig Walker (USA)


Mittwoch, 13. Juni, 17 Uhr / Joakim Eskildsen (Dänemark)

Joakim Eskildsen hat das fotografische Handwerk bei der dänischen Hoffotografin Rigmor Mydtskov gelernt, ehe er 1994 an die Hochschule für Kunst und Design nach Helsinki ging. Nach zahlreichen Buchprojekten gelang dem Dänen Joakim Eskildsen mit dem Buchprojekt »Die Romareisen« der internationale Durchbruch. Mit zum Teil berauschenden Bildern lässt er den Leser eintauchen in die Welt der Roma. Für diese Arbeit hat er sieben europäische Länder und Indien bereist. Für das Buch erhielt er den Amilcare-Ponchielli-Preis 2008, den Deutschen Fotobuchpreis 2009, den Förderpreis der Otto-Pankok-Stiftung2009 und die David-Octavius-Hill-Medaille 2009.


aus »Die Romareisen«

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Mittwoch, 13. Juni, 19:30 Uhr / Melissa Farlow (USA)


Foto: Patrick Tehan

Seit gut 20 Jahren arbeitet die amerikanische Fotografin als Freelancer für das Magazin National Geographic. Zuvor war sie u.a. 17 Jahre lang bei der Pittsburgh Press und Louisville Times beschäftigt. In Louisville gehörte sie zu dem Photo Staff, das den Pulitzer Prize für die Dokumentation von Rassenproblemen in öffentlichen Schulen gewann. Melissa Farlow hat für ihre Arbeiten zahlreiche weitere Auszeichnungen gewonnen, darunter in der US-amerikanischen Picture-of-the-Year-Competition. Gelernt hat sie ihren Job während des Bachelor-Studiums an der Indiana University und im Master-Studium Fotojournalismus an der University of Missouri, wo sie später auch Fotojournalismus lehrte. Themen ihrer Arbeiten sind zumeist fotografische Auseinandersetzungen mit Land und Leuten. Beeindruckend sind aber auch ihre Natur- und Tierbilder, wie z.B. ihre Reportage über Mustangs in den USA.

Novizen spielen, während einer kurzen Pause vom strengen Leben in einem Nonnenkloster, im Hof Ball . Die jungen Nonnen, im Kloster von Santa Catalina in Arequipa, Peru, richten sich auf die neuen Regeln und Routine, in der sie immer still sind, siebenmal am Tag beten, und das Gelände nie verlassen.

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Donnerstag, 14. Juni, 17 Uhr / Munem Wasif (Bangladesh)


Foto: Sarker Protick

Der Bangladeshi Munem Wasif hat am Pathshala South Asian Media Academy studiert. Danach hat er für die englischsprachige -Zeitung »Daily Star« als Fotoreporter gearbeitet. 2007 wurde er für die World Press Photo Joop Swart Masterclass ausgewählt. In 2008 gewann Munem Wasif den F25 Preis von La Fabricca und den Young Reporter Award der Stadt Perpignan. Mit seiner ausdrucksstarken Schwarzweiss-Fotografie gehört er zu den talentiertesten jungen Fotografen Asiens. Munem Wasif ist Mitglied der französischen Fotoagentur VU.

Story: In God We Trust, Bangladesh 2010

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Donnerstag, 14. Juni, 19:30 Uhr / Stuart Franklin (UK)


Am Donnerstag, den 14. Juni wird der britische MAGNUM-Fotograf Stuart Franklin im Design Center einen Vortag über seine fotografischen Arbeiten halten .

Der 55jährige Londoner ist seit 1990 Mitglied der Agentur MAGNUM und war von 2006 bis 2009 ihr Präsident. Seit 1990 hat er mehr als zwanzig Reportagen für das amerikanische Magazin National Geographic fotografiert. Mit seinem Bild von dem Demonstranten, der sich 1989 beim Massaker am Tian´anmen Platz den Panzern entgegenstellt, hat Stuart Franklin eine der Ikonen der Fotogeschichte fotografiert.

Franklins Arbeit ist von einer großen thematischen Vielfalt gekennzeichnet. Er gewann zahlreiche Preise und veröffentlichte vier Bildbände.


Tien An Men Platz. 'The Tank Man' stoppt eine Kolonne von T59 Panzern. 4. Juni 1989.

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Freitag, 15. Juni, 17 Uhr / Rena Effendi (Aserbaidschan)


 

Die 1977 in Baku geborene Fotografin verbrachte ihre Jugend in einer Zeit der Instabilität, des ökonomischen Kollapses und des Krieges. Eine ihrer daraus resultierenden Fotoarbeiten entstand zwischen 2002 und 2008 und folgt dem Verlauf der Ölpipeline durch Aserbaidschan, Georgien und der Türkei. "Pipe Dreams: A Chronicle of Lives along the Pipeline" gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Getty Images Editorial Grant.

Von 2007 bis 2010 beschäftigte sich die Fotografin hauptsächlich mit Themen in Aserbaidschan, Iran, Georgien, Kirgisistan und der Türkei und erhielt dafür zahlreiche Stipendien renommierter Fotografie-Stiftungen und -Organisationen. Seit 2011 lebt Rena Effendi in Kairo und arbeitet an einem Langzeitprojekt über die Christen in Ägypten.

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Freitag, 15. Juni, 19:30 Uhr / Darcy Padilla (USA)

18 Jahre lang hat die amerikanische Fotografin Darcy Padilla das Leben der drogenabhängigen und aidskranken Julie Baird mit der Kamera begleitet. Herausgekommen ist das »Julie Project«, ein aufrüttelndes Langezeitprojekt über eine junge Frau, deren Leben ihr kaum eine Niederung erspart hat. »Darcy Padillas Aufnahmen führen uns in die miesen, von Ungeziefer verseuchten Hotels, wo diejenigen Unterschlupf finden, die sich keinen festen Wohnsitz leisten können; sie zeigen diese überfüllten, chaotischen Nistplätze auf Zeit, in denen manchmal sogar noch eine Handvoll junger Katzen Aufnahme und Nahrung findet.« schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Und weiter heisst es dort: »Sie führen uns ans Totenbett von Julies erstem Lebenspartner und konfrontieren uns quälend nah mit dem Zerstörungswerk, das Krankheit und Vernachlässigung Julies ausgezehrtem Körper antun. Sie zeigen auch die Liebe – zwischen Partnern, zwischen Eltern und Kindern – die allein das Überleben unter solchen Umständen möglich macht.« Sensibilisiert für die sozialen Realitäten wurde Dary Padilla schon früh durch ihren Vater, einem Sozialarbeiter und ihre Mutter, die in einem Spital arbeitete. Darcy Padilla hat bei der »New York Times« und bei der »Washington Post hospitiert« und arbeitet als Freelancer. Für das »Julie Project« wurde die Fotografin mit dem W. Eugene Smith Award for Humanistic Photography ausgezeichnet.


aus »Julie Project«

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Samstag, 16. Juni, 12 Uhr / Anja Niedringhaus (Deutschland)

Anja Niedringhaus in Afghanistan

Anja Niedringhaus, 45, studierte auf Lehramt an der Universität Göttingen und schrieb und fotografierte nebenbei für das Göttinger Tageblatt. 1990 begann sie bei der European Pressphoto Agency, ehe sie dann für die Nachrichtenagentur Associated Press vor allem als Reporterin und Kriegsberichterstatterin arbeitete. Zu ihren Einsatzgebieten zählten der Konflikt im früheren Jugoslawien und die Kriege im Irak und in Afghanistan. Im Jahre 2005 bekam sie für ihre Arbeit den Pulitzerpreis in der Kategorie Nachrichtenberichterstattung und den International Women´s Media Foundation Courage in Journalism Award, 2008 die Goldene Feder und 2011 den Abisag-Tüllmann-Preis. Die couragierte deutsche Fotojournalistin zeigt einen Querschnitt Ihrer Arbeit.


Samstag, 16. Juni, 17 Uhr / Craig Walker (USA)

Im Jahre 2010 gewann Craig Walker, Fotograf der Denver Post, für seine Fotoreportage »Ian Fisher: American Soldier«, den Pulitzer Price. Dabei handelt es sich eine atmosphärisch dichte Bildserie über einen jungen amerikanischen Soldaten, den Craig Walker 27 Monate lang mit der Kamera begleitete - von seinem High-School-Abschluss bis zu seiner Rückkehr aus dem Krieg im Irak. Nur ein Jahr später folgte der Gewinn des »Photographer of the Year 2011« beim hochrangigen Pictures of the Year International Award (POYi).

Auch »Welcome Home: The Story of Scott Ostrom« ist ein Langzeit-Projekt, das die Folgen des Krieges im Irak thematisiert. Seit 1998 fotografiert Walker für die Denver Post. Seine Karriere, die den Gewinn zahlreicher weiterer Auszeichnungen umfasst, begann er nach seinem Abschluss an der Rhode Island School of Photography beim Marlborough Enterprise in Massachusetts.


Aus »Welcome Home: The Story of Scott Ostrom«. Darin erzählt Craig Walker die Geschichte eines US-Soldaten, der mit einem Trauma aus dem Krieg zurückgekommen ist.

Vorträge 2012

Alle Vorträge des Festivals finden im Hörsaal des Design Centers statt. Eintrittskarten zu den acht Fotografen-Vorträgen sind jeweils ab 1 Stunde vor Beginn im großen Lichthof vor dem Hörsaal für 3 Euro erhältlich. Alle anderen Vorträge sind kostenfrei.

Auch diesmal werden alle Fotografen-Vorträge simultan vom Deutschen ins Englische bzw. umgekehrt übersetzt. Die Übersetzung kann man auf einem UKW-Radio mit Kopfhörer hören, das wir für 3 Euro an der Vortragskasse anbieten. Akkreditierte Besucher erhalten das Radio kostenfrei.

Die Sitzplätze im Hörsaal sind auf 320 begrenzt. Bei Überfüllung werden die Veranstaltungen aber kostenlos auf Plasmabildschirmen im kleinen Lichthof zu sehen sein. Außerdem werden die Vorträge – das Einverständnis unserer Vortragsgäste vorausgesetzt – erneut per Livestream in die Welt übertragen und anschließend auf die Festivalseite gestellt. Die Video-Aufzeichnungen der Vorträge des letzten Festivals finden Sie über die Jahresauswahl links.

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