multimedia stories 2014


1. Arthur Bondar »Shadows of Wormwood«

Arthur Bondar wächst mit den Folgen der Tschernobyl-Kata-strophe auf. Erzählungen und Bilder haben seit jüngster Kindheit Ängste in ihm geschürt. In seiner Reportage begibt sich der Fotograf in die Sperrzone des kontaminierten Gebiets. Er zeigt Dörfer, die nah am Sperrzaun liegen, ihre Natur und Bewohner. Das Tschernobyl-Desaster hat das Leben dort für immer verändert.

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02. Christopher Capozziello »A State of Mind«

Mit 18 Jahren lernt Christopher Capozziello die elfjährige Monica kennen. Sie ist die Schwester seines Freundes. Schon wenige Jahre später ist Monica heroinabhängig. Christopher Capozziello hält ihren Weg in Bildern fest: Monica und ihre Freunde, wie sie Heroin einnehmen; Monica und Kyle, der Mann, den sie in der Entziehungskur kennenlernt; Monica schwanger mit ihrem ersten Kind. Mit der Geburt ihrer Tochter Juliette wird Monica clean. Doch dann stirbt Kyle an einer Überdosis.

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3. Cristina Casotto »Vibeke and Knud«

»Irgendwann wird es vorbei sein. Wir wissen nicht wann, aber wir werden die Dinge nehmen, wie sie kommen.« Vibeke und Knud sind mehr als 60 Jahre verheiratet. Jetzt, mit Anfang 90, stehen beide vor erheblichen Gesundheitsproblemen, möchten aber dennoch in ihrem Haus wohnen bleiben, das Knud 1959 entworfen und gebaut hat. Cristina Casotto erzählt eine Geschichte aus dem Leben, ungeschönt und persönlich.

 

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4. Luka Dakskobler »The Girl Inside«

Barbara Jurgec leidet an Zerebralparese. Die Krankheit wirkt sich auf all ihre Körperteile und Funktionen aus: Sie hat spasmische Anfälle, kann nicht reden, kann Kopf und Zunge kaum kontrollieren, die Arme strecken sich zur Seite heraus und winken. Doch Barbara ist geistig gesund. Sie kommuniziert über ihre Augen, ihre feine Mimik und Kopfbewegungen. Mithilfe eines Computers kann sie sich verständigen und die erste Klasse einer Grundschule besuchen. Luka Dakskobler erzählt die Geschichte dieses besonderen slowenischen Mädchens.

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5. Andreas Graf »Jeder Mensch hat seine Würde«

Marta ist Reinigungskraft in Berlin. Sie hat ihre Familie in Rumänien zurückgelassen, um Geld für den Grabstein ihres verstorbenen Sohnes zu verdienen. Doch dann kam alles anders. Liang, ein Spezialitätenkoch aus China, wurde von einer scheinbar seriösen Agentur angeworben, um in Deutschland zu arbeiten. »Ich arbeite sehr gern, aber handgreiflich darf mein Chef nicht werden«, sagt Liang. Andreas Graf erzählt die Geschichten der zwei Migranten.

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6. Insa Cathérine Hagemann »Transition«

Ganz allein steht Karine Seneca auf der großen, schwarzen Bühne. Es ist eine Szene aus dem Ballettstück »Madame Bovary«. Für die 40-jährige Tänzerin sind es nur noch wenige Proben vor dem Karriereende an der Staatsoper Hannover. »Es ist Zeit! Auch für ein neues Leben«, sagt sie. Das letzte Training, die letzte Premiere und der allerletzte Tanz stehen bevor – porträtiert in einem einfühlsamen Essay von Insa Cathérine Hagemann.

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7. Michael Heck »Tolstoi: Haus der Träumer«

Es gibt in Estland eine Stadt, in der gibt es eine Straße, die nach einem berühmten russischen Schriftsteller benannt ist. Dort steht ein altes, grünes Holzhaus mit Veranda und verzierten Fenstern, verwittert von den kalten Wintern. Seit jeher das Zuhause junger Studenten und Kreativer, Faulenzer und Eigenbrötler. Es gibt kein Plenum und auch keine Mülltrennung, Gemeinschaft wird nicht verordnet, sondern passiert. Michael Heck zeichnet ein Bild dieses ungewöhnlichen Lebensentwurfs.

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8. Sarah Hoffman »Making My Daughter Stronger«

Sie haben ihn übersehen. Den acht Pfund schweren Tumor auf ihrer Niere. Erst 2011 wird bei Shelia Burnett Nierenzellkarzinom im letzten Stadium diagnostiziert. Jetzt hat der Krebs auch die Leber befallen und ist nicht mehr heilbar. Seitdem bereitet sie die Familie auf ihren Tod vor. »Ich weiß nicht, warum ausgerechnet ich das durchmachen muss. Aber das macht meine 17-jährige Tochter zu einer stärkeren Person«, sagt Shelia Burnett.

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9. Alvaro Laiz »Wonderland, the strange inhabitants of the Orinoco Delta«

Vor 8.000 Jahren fanden die Warao, eines der letzten indigenen Völker Südamerikas, Zuflucht im Labyrinth der Mangrovensümpfe im Orinoco-Delta. Tief in den Sümpfen kann man immer noch die Welt entdecken, die von Geistern regiert wird und wo die kleinen, abgeschotteten Gemeinden ums Überleben kämpfen. Álvaro Laiz hielt die letzten Spuren der vorkolumbianischen Traditionen fest, die nie zuvor fotografiert worden waren.

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10. Kai Löffelbein »Hidden Hong Kong«

Hongkongs Lage in gebirgiger Küstenregion macht nicht nur das Bauland knapp. Für hunderttausende Menschen ist Wohnraum schon lange nicht mehr bezahlbar. Klassische Slums, Barackendörfer mit Wellblechhütten, kennt die Stadt nicht. Während nur wenige Straßen entfernt neue Luxusboutiquen eröffnen, leben 130.000 Menschen in kleinen Drahtverschlägen, von der Gesellschaft kaum wahrgenommen, um der Obdachlosigkeit zu entkommen. Kai Löffelbein porträtierte diese Notbehausungen.

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11. Andrew Lubimov »Football Hooligans. The taste of defeat«

Sie nennen sich Koni. Pferde. Sie sehen sich als eine Jugendbewegung. Sie sind gewalttätige Fans der ukrainischen Fußballmannschaften, deren Fankultur auf der der englischen Fußball-Hooligans basiert. Für Journalisten ist es beinahe unmöglich, an diese Gruppen heranzukommen, deswegen finden sie in den Medien nicht statt. Dabei ist es eine Geschichte voller tragischer Augenblicke, blutiger Konflikte und Hass zwischen den Rivalen.

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12. Till Müllenmeister »Still Standing«

Im Dezember 2007 wird Ziborah Iala Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Die couragierte Kenianerin erstattet Anzeige bei der Polizei. Doch sie hat nicht nur mit einem gleichgültigen Strafverfolgungssystem zu kämpfen, sondern vor allem mit einer Gesellschaft, die Vergewaltigungsopfer härter bestraft als die Täter. Exemplarisch für das Leid von Millionen von Frauen gibt Till Müllenmeister einen Einblick in den beschwerlichen Weg der jungen Mutter.

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13. Gabriel Pecot »No job land«

Vor fünf Jahren schwamm Spanien noch im Geld. Die Weltfinanzkrise hatte schlimme Auswirkungen auf das einst wohlhabende Land, wo jetzt Millionen von arbeitslosen Menschen am Rand der gesellschaftlichen Ausgrenzung leben und um ihr weniges Hab und Gut kämpfen. Gabriel Pecot zeigt enttäuschte Bürger, die für die Zukunft ihrer Familien auf die Straße gehen. Sie verlangen, dass ihre Regierung endlich zu ihnen steht und sie verteidigt.

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14. Sarai Rua Fargues »Ph ut sut, macro eviction«

»Ph ut sut« ist ein Lagerhaus. In einer der 17 afrikanischen Sprachen, die dort zu hören waren, bedeutet dieser Name »Streben nach Großartigkeit«. Mehr als 300 Einwanderer lebten in diesem besetzten Industrielager in Barcelonas Stadtteil Poblenou. Viele hatten keine Papiere und konnten nur überleben, indem sie Schrottmetall sammelten. Nach einem langen Kampf wurden sie durch einen großen Polizeieinsatz vertrieben.

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15. Emanuele Satolli »The World's Deadliest Drug: Inside a Krokodil Cookhouse«

Krokodil ist eine zusammengemischte Droge, die verheerende Auswirkungen auf menschliche Organe hat. An der Injektionsstelle tritt oft eine grünliche Hautverfärbung auf, die an Krokodilhaut erinnert. Da das illegal hergestellte Endprodukt unrein und daher sehr toxisch ist, haben Krok-Konsumenten eine Lebenserwartung von etwa drei Jahren. Besonders in den Vororten von Jekaterinburg ist Krokodil als Heroinalternative weit verbreitet.

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16. Patrick Slesiona »Zwei Seiten - Leben mit der unverzeihlichen Tat«

Zwölf Jahre ist Martin Schmidt mit seiner Frau Anke verheiratet. Parallel hat er eine Geliebte. 2007 eskaliert die Situation. Seine Geliebte fordert von ihm eine Entscheidung: »Entweder ich oder deine Frau!« Schmidt rastet aus und sticht mit einem Küchenmesser auf seine Geliebte ein. Sie überlebt. Bei seiner Ehefrau findet Schmidt trotz einer fünfjährigen Haftstrafe stabilen Rückhalt. Mit seinen Bildern regt Patrick Slesiona einen gesellschaftlichen Diskurs an.

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17. Berta Tilmantaite »Oleg - The Hunter«

Dies ist eine kurze Geschichte über Oleg Timofejewitsch Odnolko. Oleg ist Jäger und verbringt sehr viel Zeit in den endlosen Weiten der Taiga im Nordosten Russlands. Die Jagd ist nicht mehr so profitabel wie früher, aber die Herausforderungen stören Oleg nicht. In Berta Tilmantaites Film erzählt Oleg über sein Leben in der Wildnis, die schon immer sein Traum war, jetzt seine wirkliche Heimat ist und ihm Arbeit gibt.

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18. Carolyn Van Houten »My Daughter's Children«

Seit fünf Jahren erzieht Mary Harris ihre Enkelkinder Kyle, 14, und Nevaeh, 5. Deren Mutter Nichole sitzt wegen Autodiebstahl und drogenbedingter Straftaten im Gefängnis. Als Ersatzmutter steht Mary vor finanziellen und emotionalen Herausforderungen, die sie als Mutter nicht kannte. Carolyn Van Houten zeigt die liebevolle, aber müde Großmutter, die hofft, dass ihre Tochter den Kindern bald die Lebensqualität bieten kann, die sie verdienen.

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19. Christian Werner »Tracking the dead Children«

Die Kriege am Golf waren nicht die einzigen, in denen radioaktive Munition verwendet wurde. Auch in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten wurde mit Uranmunition geschossen, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, in den Kriegen in Bosnien und im Kosovo. Die Langzeitfolgen für die Menschen sind verheerend. Christian Werner zeichnet in seiner Multimedia-Reportage ein Bild dieser grausamen Auswirkungen auf die Menschheit.

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20. Yeong-Ung Yang »Endless Bus Trip«

»Bus-kkun« ist ein koreanischer Slangbegriff für einen arbeits- oder obdachlosen Menschen, der mindestens zweimal am Tag eine Retourbusfahrt aus der New Yorker Chinatown zum Sands Casino in Pennsylvania macht. Bus-kkuns fahren wegen der kostenlosen Spielgutscheine dort hin, die sie bei ihrer Ankunft bekommen und heimlich an Spieler weiterverkaufen. Yeong-Ung Yang konzentriert sich in seiner Geschichte auf den Tagesablauf dieser Menschen.

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