Vorträge 2010

Die meisten Vortragenden des 2. Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus 2010 stehen noch nicht fest. Wir werden sie rechtzeitig auf dieser Seite einfügen.

Außerdem werden wir - das Einverständnis unserer Vortragsgäste vorausgesetzt - alle Vorträge erneut per Livestream in die Welt übertragen und anschließend auf die Festivalseite stellen.

Video-Aufzeichnungen der Vorträge des letzten Festivals finden Sie über die Jahresauswahl links.


Mittwoch, den 16. Juni

19:00 Uhr David Burnett


Donnerstag, den 17. Juni

17:00 Uhr Carolyn Drake


Freitag, den 18. Juni

17:00 Uhr Ernesto Bazan


Samstag, den 19. Juni

11:00 Uhr Ed Kashi


Mittwoch, den 16. Juni, 19 Uhr / David Burnett

Den Mitbegründer der bedeutenden US-Fotoagentur Contact Press Images, David Burnett, kann man wohl mit Fug und Recht einen alten Haudegen des Fotojournalismus nennen. In den etwa vier Jahrzehnten seiner fotografischen Karriere war der 63-jährige in 70-80 Ländern der Welt, so ganz genau weiß er es selbst nicht. Er ist als Fotojournalist ein Universalist, auf so vielen Themenfeldern hat er sich dabei bewegt. Ob Sport, Politik, klassische Länderreportage oder Portrait, Burnett hat alles fotografiert. Und als seien ihm die vielen fotografischen Genres noch nicht genug Abwechslung, hat er für das Fotografieren auch alles benutzt, was die Fotoindustrie so zu bieten hat: Kleinbild, Mittelformat, Großbild.


Bob Marley 1976

Das alles hat David Burnett immer auf hohem Niveau getan. Und mit Erfolg: Er wurde in den USA Press Photographer of the Year, bekam den World Press Photo Award und die hoch angesehene Robert Capa Gold Medal des Overseas Press Club of America. Sein Werk beschert den Besuchern am Eröffnungstag des Lumix Festivals (Mittwoch, 16. Juni, 19:00 Uhr) eine spannende Zeitreise durch die letzten 40 Jahre Fotojournalismus.

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Donnerstag, den 17. Juni, 17 Uhr / Carolyn Drake

Vor ihrer Karriere als Fotografin hat die 38jährige Carolyn Drake als Multimedia-Produzentin- und Designerin überwiegend vorm Computer gesessen. Irgendwann wurde ihr die Betrachtung der Welt ausschließlich über das Internet zu viel. Sie nahm eine Auszeit, reiste durch Südostasien und studierte danach Fotografie am International Center of Photography in New York und machte ihren Master in Visueller Kommunikation in Ohio.

Nach einem Praktikum bei National Geographic und einem Fotojob bei der Palm Beach Post ging sie, ausgestattet mit einem Fulbright Stipendium, für ein Jahr in die Ukraine. Dort entstand ihre mehrfach ausgezeichnete Arbeit über die am Boden liegende Kohle-Industrie.

Seit einiger Zeit lebt die Amerikanerin nun in Istanbul, von wo aus sie weiterhin in ganz Vorder- und Zentralasien fotografiert. Mittlerweile hat Carolyn Drake zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u.a. 2008 beim World Press Photo in der Kategorie »Feature Stories«.


Aus ihrer 2007 entstandenen Arbeit »The Last Days of Uighur«. Eins von vielen kleinen Unternehmen an den Hauptstraßen der Altstadt von Kashgar. Die Regierung lässt dieses historische Viertel mit den Geschäften abreißen.

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Freitag, den 18. Juni, 17 Uhr / Ernesto Bazan

Bis vor einem Jahr war der italienische Fotograf Ernesto Bazan hauptsächlich Insidern bekannt.
Dabei hatte er schon den W. Eugene Smith Grant, den Grant der Mother Jones Foundation für Fotojournalismus, den World Press Photo Award und die Stipendien der Alicia Patterson Foundation und der Guggenheim Foundation erhalten.

Doch dann bekam sein Buch »Cuba« auf dem New York Photo Festival im Mai 2009 den 1. Preis für das schönste Fotobuch des Jahres, das war sein endgültiger Durchbruch. Als er das Buch während des Fotojournalismus-Festival Visa Pour l'Image in Perpignan signierte, da trugen es viele Besucher zurück nach Hause wie eine kostbare Trophäe.

Von 1992 bis 2006 hat der aus Palermo stammende Bazan auf Kuba gelebt und dort in Workshops Fotografie unterrichtet. Während dieser Zeit entstand sein ungewöhnliches Kuba-Buch, eine Mischung aus erzählenden, surrealen und atmosphärischen Bildern. Bazan ist mit seinen dunklen Schwarzweißbildern ein Grenzgänger zwischen Fotojournalismus und Fotokunst. Je nach Bild schlägt der Zeiger mehr
in die eine oder die andere Richtung aus und für die Freunde guter Fotografie ist das allemal inspirierend.

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Samstag, den 19. Juni, 11 Uhr / Ed Kashi


Die Schwestern Sadie Janis (89) und Zona Fills the Pipe (91) bei einem Pow Wow im Pine Ridge Indianerreservat. In dem Projekt » Aging in America « zeigt Ed Kashi viele Realitäten in der immer älter werdenden Gesellschaft der USA.


Ed Kashi. Foto: Uwe H. Martin

Der 1957 geborene New Yorker Fotograf Ed Kashi hat in mehr als 60 Ländern gearbeitet, dabei immer wieder für National Geographic, außerdem für The New York Times Magazine, Time und Geo. Er erhielt etliche Auszeichnungen in verschiedenen Disziplinen, neben World Press Photo Awards auch Preise für exzellente Prints sowie für experimentellen Film.

Seit 2002 produziert die Non-Profit Multimediaproduktionsfirma Talking Eyes Media seiner Frau Julie Winokur zusammen mit ihm in oft monatelanger Arbeit großangelegte Multimediaprojekte mit einer Kombination aus Videos, Toninterviews und Fotos.

»Diese Form erlaubt uns die Geschichten, die wir immer erzählen wollten, viel komplexer und vollständiger zu erzählen, als das im Print möglich ist. Wir erreichen viel mehr Menschen und können den Menschen selbst eine Stimme geben.«

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