Vorträge 2012 - Aufstellung
Mittwoch, 13. Juni, 17 Uhr / Joakim Eskildsen (Dänemark)
Donnerstag, 14. Juni, 17 Uhr / Munem Wasif (Bangladesh)
Freitag, 15. Juni, 19:30 Uhr / Darcy Padilla (USA)
Samstag, 16. Juni, 12 Uhr / Anja Niedringhaus (Deutschland)
21.01.2012
Mittwoch, 13. Juni, 17 Uhr / Joakim Eskildsen (Dänemark)

Joakim Eskildsen hat das fotografische Handwerk bei der dänischen Hoffotografin Rigmor Mydtskov gelernt, ehe er 1994 an die Hochschule für Kunst und Design nach Helsinki ging. Nach zahlreichen Buchprojekten gelang dem Dänen Joakim Eskildsen mit dem Buchprojekt »Die Romareisen« der internationale Durchbruch. Mit zum Teil berauschenden Bildern lässt er den Leser eintauchen in die Welt der Roma. Für diese Arbeit hat er sieben europäische Länder und Indien bereist. Für das Buch erhielt er den Amilcare-Ponchielli-Preis 2008, den Deutschen Fotobuchpreis 2009, den Förderpreis der Otto-Pankok-Stiftung2009 und die David-Octavius-Hill-Medaille 2009.

aus »Die Romareisen«
Zur Webseite von Joakim Eskildsen
Donnerstag, 14. Juni, 17 Uhr / Munem Wasif (Bangladesh)

Foto: Sarker Protick
Der Bangladeshi Munem Wasif hat am Pathshala South Asian Institute of Photography studiert. Danach hat er für die englischsprachige -Zeitung »Daily Star« als Fotoreporter gearbeitet. 2007 wurde er für die World Press Photo Joop Swart Masterclass ausgewählt. In 2008 gewann Munem Wasif den F25 Preis von La Fabricca und den Young Reporter Award der Stadt Perpignan. Mit seiner ausdrucksstarken Schwarzweiss-Fotografie gehört er zu den talentiertesten jungen Fotografen Asiens. Munem Wasif ist Mitglied der französischen Fotoagentur VU.
Story: In God We Trust, Bangladesh 2010
Freitag, 15. Juni, 19:30 Uhr / Darcy Padilla (USA)
18 Jahre lang hat die amerikanische Fotografin Darcy Padilla das Leben der drogenabhängigen und aidskranken Julie Baird mit der Kamera begleitet. Herausgekommen ist das »Julie Project«, ein aufrüttelndes Langezeitprojekt über eine junge Frau, deren Leben ihr kaum eine Niederung erspart hat. »Darcy Padillas Aufnahmen führen uns in die miesen, von Ungeziefer verseuchten Hotels, wo diejenigen Unterschlupf finden, die sich keinen festen Wohnsitz leisten können; sie zeigen diese überfüllten, chaotischen Nistplätze auf Zeit, in denen manchmal sogar noch eine Handvoll junger Katzen Aufnahme und Nahrung findet.« schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Und weiter heisst es dort: »Sie führen uns ans Totenbett von Julies erstem Lebenspartner und konfrontieren uns quälend nah mit dem Zerstörungswerk, das Krankheit und Vernachlässigung Julies ausgezehrtem Körper antun. Sie zeigen auch die Liebe – zwischen Partnern, zwischen Eltern und Kindern – die allein das Überleben unter solchen Umständen möglich macht.« Sensibilisiert für die sozialen Realitäten wurde Dary Padilla schon früh durch ihren Vater, einem Sozialarbeiter und ihre Mutter, die in einem Spital arbeitete. Darcy Padilla hat bei der »New York Times« und bei der »Washington Post hospitiert« und arbeitet als Freelancer. Für das »Julie Project« wurde die Fotografin mit dem W. Eugene Smith Award for Humanistic Photography ausgezeichnet.

aus »Julie Project«
Zur Webseite von Darcy Padilla
Samstag, 16. Juni, 12 Uhr / Anja Niedringhaus (Deutschland)
Anja Niedringhaus, 45, studierte auf Lehramt an der Universität Göttingen und schrieb und fotografierte nebenbei für das Göttinger Tageblatt. 1990 begann sie bei der European Pressphoto Agency, ehe sie dann für die Nachrichtenagentur Associated Press vor allem als Reporterin und Kriegsberichterstatterin arbeitete. Zu ihren Einsatzgebieten zählten der Konflikt im früheren Jugoslawien und die Kriege im Irak und in Afghanistan. Im Jahre 2005 bekam sie für ihre Arbeit den Pulitzerpreis in der Kategorie Nachrichtenberichterstattung und den International Women´s Media Foundation Courage in Journalism Award, 2008 die Goldene Feder und 2011 den Abisag-Tüllmann-Preis. Die couragierte deutsche Fotojournalistin zeigt einen Querschnitt Ihrer Arbeit.

Vorträge 2012
Alle Vorträge des Festivals finden im Hörsaal des Design Centers statt. Eintrittskarten zu den acht Fotografen-Vorträgen sind jeweils ab 1 Stunde vor Beginn im großen Lichthof vor dem Hörsaal für 3 Euro erhältlich. Alle anderen Vorträge sind kostenfrei.
Auch diesmal werden alle Fotografen-Vorträge simultan vom Deutschen ins Englische bzw. umgekehrt übersetzt. Die Übersetzung kann man auf einem UKW-Radio mit Kopfhörer hören, das wir für 3 Euro an der Vortragskasse anbieten. Akkreditierte Besucher erhalten das Radio kostenfrei.
Die Sitzplätze im Hörsaal sind auf 320 begrenzt. Bei Überfüllung werden die Veranstaltungen aber kostenlos auf Plasmabildschirmen im kleinen Lichthof zu sehen sein. Außerdem werden die Vorträge – das Einverständnis unserer Vortragsgäste vorausgesetzt – erneut per Livestream in die Welt übertragen und anschließend auf die Festivalseite gestellt. Die Video-Aufzeichnungen der Vorträge des letzten Festivals finden Sie über die Jahresauswahl links.